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Taufgottesdienst


Was ist die Taufe?

"Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden.

Wasser tut's freilich nicht, sondern das Wort Gottes, das mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, der solchem Worte Gottes im Wasser traut. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist's eine Taufe, das ist ein gnadenreiches Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist" (aus Luthers Katechismus)

Pastorin Dagmar Posner-Noack tauft ein Kind in der Dreifaltigkeitskirche.

Taufgottesdienste

Die Taufe ist der Aufnahmeritus in die christliche Kirche. Daher geschieht die Taufe in der Regel im sonntäglichen Gemeindegottesdienst, manchmal auch in einem Extra-Taufgottesdienst im Anschluss an den Hauptgottesdienst.

Zu einem Taufgottesdienst gehören:

  • Gebete, besonders das Vaterunser
  • Lieder (siehe dort)
  • die Lesung des Taufauftrags aus Matthäus 28
    Jesus sagte zu seinen Jüngern: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
  • das Glaubensbekenntnis
    Ich glaube an Gott,
    den Vater, den Allmächtigen,
    den Schöpfer des Himmels und der Erde.

    Und an Jesus Christus,
    seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
    empfangen durch den Heiligen Geist,
    geboren von der Jungfrau Maria,
    gelitten unter Pontius Pilatus,
    gekreuzigt, gestorben und begraben,
    hinabgestiegen in das Reich des Todes,
    am dritten Tage auferstanden von den Toten,
    aufgefahren in den Himmel;
    er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
    von dort wird er kommen,
    zu richten die Lebenden und die Toten.

    Ich glaube an den Heiligen Geist,
    die heilige christliche Kirche,
    Gemeinschaft der Heiligen,
    Vergebung der Sünden,
    Auferstehung der Toten
    und das ewige Leben.
  • ein biblischer Taufspruch (siehe dort)
  • die eigentliche Taufhandlung "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes"
  • eine Taufansprache


Wenn die Tauffamilien oder PatInnen sich an der Gestaltung der Taufe beteiligen möchten, sind sie herzlich dazu eingeladen. Folgende Möglichkeiten würden sich anbieten:

  • Kinder und Erwachsene schmücken das Taufbecken mit Blumen
  • Geschwisterkinder gießen das Taufwasser ins Taufbecken
  • Familienangehörige übernehmen die Lesungen oder formulieren und sprechen eigene Gebete
  • andere Angehörige musizieren im Gottesdienst
  • Familienangehörige sprechen Segensworte über den Täuflingen
  • die PatInnen entzünden eine selbstgestaltete Taufkerze an den Altarkerzen oder der Osterkerze


Taufsteine und Taufbecken

In den Kirchen in Schleswig-Holstein und auch in Lübeck gibt es viele alte und schöne Taufsteine. Fragen Sie doch einmal in Ihrer Kirche, wie alt der Taufstein oder das Becken sind und welche Geschichte sie haben.

In unseren Kirchen St. Johannes, St. Michael, St. Paulus und Dreifaltigkeit haben wir recht junge Taufbecken und Taufsteine, da unsere älteste Kirche, die St.-Johannes-Kirche, erst im Jahr 1910 geweiht wurde. Das Taufbecken ist allerdings viele Jahre jünger. Der schwere schmiedeeiserne Fuß wurde in den Werkstätten des Hüttenwerkes als Stiftung an die Kirche hergestellt. Das silberne Becken wurde bei einem Silberschmied in Auftrag gegeben. Auf seinem Rand steht der Vers: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden" (Markus-Evangelium 16,16).

Das Taufbecken in der St.Johannes Kirche.

In der Dreifaltigkeitskirche steht ein Taufstein aus massivem Stein. Auf den Seiten des Taufsteins sind vier Reliefs angebracht, die die Taufe von der Sintflut-Geschichte her deuten: Als Gott bereut, die Sintflut geschickt zu haben, setzt er den Regenbogen an den Himmel - als Zeichen des neuen Bundes mit den Menschen, als Zeichen des Friedens und des Segens. Unter diesem Segen steht auch jeder Täufling.

Noah baut die Arche
(Taufstein in der Dreifaltigkeitskirche)

Am Ende der Sintflut sendet Noah eine Taube aus, um zu erfahren, ob die Flut zurückgeht. Die Taube kommt mit einem Ölzweig zurück. So weiß Noah, dass er und alle Tiere gerettet sind. Die Taube ist zu einem Bild für den Heiligen Geist Gottes geworden, der jedem Täufling in der Taufe geschenkt wird. Das geht auf die Taufe Jesu zurück (Markus-Evangelium 1, 9ff.), bei der sich der Himmel öffnete und der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkam.

Noah sendet eine Taube am Ende der Sintflut aus
(Taufstein in der Dreifaltigkeitskirche)
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