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Pfingsten - Geburtsfest der Kirche

"Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Ihr seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm. "  (1 Kor 12,12-13.27)

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Das Pfingstfest spielt im Bewußtsein einer großen Zahl von Gläubigen kaum eine Rolle. Dennoch gehört es zu den wichtigsten Festen im Kirchenjahr.

An Pfingsten feiert die Kirche die Herabsendung des Heiligen Geistes, von dem Jesus sagt “Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“  (Joh 14,16-17)

Fünfzig Tage nach der Auferstehung Jesu, zehn Tage nachdem er in den Himmel aufgefahren ist, waren die Apostel im Gebet versammelt, als der Heilige Geist auf sie herabkam und sie für ihren Dienst gestärkt hat (nachzulesen in Apg 2). Die Kirche feiert dieses Ereignis als ihren Geburtstag, denn ab diesem Moment haben die Apostel angefangen, das Evanglium zu verkünden.

Als Christen vertrauen wir darauf, dass dieser Geist auch heute noch in der Kirche wirkt und das wandernde Gottesvolk auf seinem Weg durch die Zeit führt und begleitet. Und wir vertrauen darauf, dass er auch jeden Einzelnen von uns auf seinem persönlichen Lebensweg stärkt und führt, wenn wir uns für ihn öffnen.

 


Eine Pfingstgeschichte ...

“Was mag wohl aus dem Kind geworden sein?” fragte sich der alte Sterndeuter. Während seines ganzen Lebens konnte er jene Reise damals und den wunderbaren Stern nicht mehr vergessen. Erst waren sie fasziniert dem Stern gefolgt, dann die Augenblicke in dem Stall in Bethlehem. “Ob dieses Kind inzwischen wohl als mächtiger König regiert?” Und er machte sich noch einmal auf. Allein wagte er noch einmal den langen Weg; die beiden sternkundigen Gefährten von damals waren inzwischen gestorben.

In Jerusalem konnte man sich wohl an jenen wundervollen Stern erinnern, aber keinesfalls an ein Königskind. Die Menschen belächelten den Alten. Auch in Bethlehem schüttelten die Leute den Kopf: Ein Jesus von Bethlehem war ihnen nicht bekannt - wohl einer aus Nazareth, dieser Gotteslästerer! Er war vor ein paar Wochen hingerichtet worden.

Traurig reiste der alte Sterndeuter nach Jerusalem zurück. Dort war gerade das Erntedankfest für die Weizenernte, das Pfingstfest. Im Trubel der feiernden Menschen geriet er in einen Volksauflauf. Neugierig drängte er sich nach vorne und hörte die Leute rufen: “Die sind ja verrückt, die sind ja betrunken!” Dann vernahm er erstaunt jemanden, der in seiner persischen Muttersprache redete. Seltsam, denn auch alle anderen Menschen um ihn herum aus den verschiedensten Nationen schienen jenen Mann dort zu verstehen. Von Jesus war die Rede, der nach dem Verbrechertod am Kreuz nicht im Grab verblieben, sondern von Gott auferweckt worden war. Der alte Mann ging zu Petrus - so hieß der Redner - und ließ sich alles genau erzählen. Ohne Zweifel, es war das Kind von Bethlehem, von dem Petrus erzählte. Jesus lebt! “Aber”, so fragte der alte Sterndeuter, “wo ist er denn zu sehen?” Und Petrus, der schon begriffen hatte, sagte: “Er ist mitten unter uns, er ist in uns und wir sind in ihm. Wir sind seine Münder, seine Augen, seine Gesichter, seine Hände und seine Füße...”

Während sie noch saßen und sprachen, kam noch einmal das Brausen vom Himmel, und noch einmal senkten sich Feuerzungen auf jeden von ihnen. Da fiel es dem alten Mann wie Schuppen von den Augen. Seine Erinnerung wurde hellwach und er sagte: “Als hätte der Stern von Bethlehem sich in viele Sterne geteilt! Jeder Stern steht über einem von uns.” Und ihm wurde deutlich: Jeder von uns wird Bethlehem, jeder wird Krippe, in jedem von uns wird Jesus neu geboren - wie damals: empfangen vom Heiligen Geist!
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