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Weihnachten


Bild Weihnachtsmann

Weihnachten, was war das noch?
Denk schnell noch einmal nach
vielleicht wird die Erinnerung
in Deinen Träumen wieder wach ...

(Rolf Zuckowski)

     

 

Weihnachten? Für viele eine hektische und stressige Zeit. Da sind noch Geschenke zu kaufen, die Wohnung muss aufgeräumt und der Tannenbaum geschmückt werden. Ist schon alles eingekauft? Und dann sind da noch die Sorgen/Befürchtungen: Wird das Geschenk gefallen? Wenn die Familie zusammen trifft, wird es dann Streit geben wie im letzten Jahr ? Hoffentlich gehen die Tage schnell vorbei.
Einige Menschen werden wieder alleine zu Hause sein. Das tut zu Weihnachten besonders weh.

Weihnachtsstimmung?

Weihnachten besteht doch aus mehr als Geschenken und hektische Tagen. Da ist die Vorweihnachtszeit mit Ihren Kerzen, deren Licht eine gemütliche Wärme verbreitet. Der Duft von Zimtplätzchen und Tannenzweigen, die Vorfreude der Kinder auf den Weihnachtsmann und der helle Stern in DER einen Nacht, als Jesus geboren wurde.

Sind Ihnen die Gebräuche und Bedeutungen der einzelnen Weihnachtssymbole bekannt? Weihnachten, was war das noch?

Advent Adventssonntage Adventszeit Adventskranz
Bescherung Christkind Christmette Heilig Abend
Knecht Ruprecht Nikolaus Weihnachten Weihnachtsmann

 

Advent:
Advent bedeutet auf lateinisch Ankunft. Es ist die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Christi und umfasst die Zeit der vier Sonntage vor Weihnachten. Mit dem 1. Adventssonntag beginnt das Kirchenjahr.

Adventskranz:
Den Adventskranz gibt es erst seit der Jahrhunderwende.
Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern schmückte damals seinen Kronleuchter mit Trannengrün und setzte für jeden Tag im Dezember (bis zum Heiligabend) eine Kerze darauf. Zum erstem mal hing 1925 ein Adventskranz in einer katholischen Kirche in Köln. Fünf Jahre später auch in München. Danach verbreitete sich dieser Brauch weltweit. Um 1935 wurden die ersten häuslichen Adventskränze kirchlich geweiht. Immergrünes in der Wohnung allerdings gab es schon vor 600 Jahren. Zweige von Wacholder, Misteln und Tannen symbolisierten ungebrochene Lebenskraft, Haus und Hof sollten vor Schaden bewahrt bleiben.
Und auch die Kerzen haben ihre Geschichte: Im 14. Jahrhundert galten sie als Zeichen der Hoffnung auf eine neue, hellere Zeit. Kerzen in der Adventszeit waren traditionell rot, sinnbildlich für das Blut, welches Christus für die Menschen vergoß.

Heute werden nur noch 4 Kerzen auf einen Kranz gesetzt, für jeden Sonntag im Advent eine.

.Adventssonntage: mit Ihren Bedeutungen
1. Adventssonntag =
Er hat trotz des insgesamt nachdenklichen Charakters der Adventszeit einen frohen Akzent. Er ist ein Tag der Freude über den Einzug des Himmelskönigs in die Welt. Einzug Jesu in Jerusalem.
2. Adventssonntag =
Jeder kennt die Wirkung der dunklen Jahreszeit auf die Seele. Man läßt den Kopf hängen. "Erhebt Eure Häupter, seht Eure Erlösung naht" mit diesem Satz werden wir zu Vorbereitung auf das Kommen des Erlösers eingestimmt.
3. Adventssonntag =
Der Erlöser kommt; Er kommt auch zu uns, weil wir ihm den Weg in unsere Herzen öffnen. Dieser Sonntag gehört der Person Johannes des Täufers, der die Welt auf das Kommen gern vorbereitet hat.
4. Adventssonntag =
Ist schon geprägt von der Vorfreude auf den Heiligabend und die Weihnachtszeit ... und Vorfreude ist die wahre Freude, denn sie kommt aus einem frohen Herzen.

Adventszeit:
Im 5. Jahrhundert wurde erstmals im Gebiet um Ravenna (Italien) die Adventszeit gefeiert. Die Anzahl der Adventssontage wurde von Gregor dem Großen auf vier festgelegt. Jedoch feiert man in Mailand heute noch eine sechswöchige Adventszeit. Ca. 1570 schrieb Papst Pius V. die römische Adventsliturgie endgültig für die gesamte katholische Kirche fest. Vor langer Zeit galt die Adventszeit als Fasten- und Busszeit. Sie gilt damit auch nicht als Vorweihnachtszeit. Während dieser Zeit durfte nicht getanzt und geheiratet werden. Es gibt heute viele Christen, die sich während der Adventszeit kritisch mit ihrem Leben auseinander setzen. Sie wollen Jesus in ihrem Leben Platz schaffen, damit mit ihm im Herzen das Leben einen neuen Schwung bekommt.

Bescherung:
Ein Weihnachtsfest ohne Bescherung? Das ist kaum mehr denkbar. Früher war die Bescherung oft mit dem Nikolaustag verbunden. Daher gab es am Weihnachtstag keine Geschenke mehr. Der "Heilige Christ" nahm die Position des Heilige Nikolauses ein. Im Jahre 1535 beschenkten noch Luthers Kinder den Nikolaus. Erst zehn Jahre später wurde daraus der Heilige Christ. Danach wanderte die Bescherung immer mehr zum Weihnachtsfest ab. Die häusliche Weihnachtsfeier mit Bescherung der Kinder bildete sich im 16. Jhd. in der Oberschicht ev. Gebiete heraus, während in den kath. Gegenden die Kinder noch sehr lange vom Nikolaus beschenkt wurden. Wahrscheinlich hat auch die Einführung des Weihnachtsbaumbrauches dazu beigetragen. Die Geschenke hingen am Weihnachtsbaum oder lagen unter den Zweigen. Heute gibt es am Nikolaustag meistens nur noch eine Kleinigkeit (ausgenommen in einigen wenigen Länder z. B. Niederlande).

Christkind:
Das Christkind gelangte durch Visionen in Frauenklöstern des 14. Jhd. in den engeren Vorstellungsbereich des Weihnachtsgeschehens. Als Gabenbringer findet es sich erst seit der Reformation. Mit dem Christkind verbunden ist der Brauch der Krippenspiele.

Christmesse / Christmette / Christvesper:
Der 24. Dezember (Heilig Abend) ist kein Feiertag. Da Jesus Christus in der Nacht zum 25. Dezember geboren wurde, feiert die kath. Kirche die Geburt Christi an diesem Tag ab 0 Uhr. Um die Vorbereitung zum Vespergottesdienst hat sich ein immer größer werdender Brauchtum entwickelt. Es hat sich in den Jahren immer mehr eingebürgert, den Gottesdienst am Vorabend von Weihnachten zu feiern. Eine Folge hiervon ist leider eine Entwertung des eigentlichen Festes der Geburt Christi. In der heutigen Zeit hat die ev. Kirche eine neue Form der Christmesse gefunden und diese zu einer besonderen Art umgeformt.

Heilig Abend:
Heilig Abend (24. Dezember) ist kein Feiertag. Aber wahrscheinlich der hektischte Tag im Jahr.
An diesem Tag verteilt der Weihnachtsmann die Geschenke und für die Kinder kommt die Stunde der Wahrheit. Kann ich mein Gedicht?

Knecht Ruprecht:
Er ist eine pelzvermummte Gestalt im weihnachtlichem Brauchtum, die den Kindern mit Rute, Kutte und Sack erscheint, Gaben spendet und ermahnt. Knecht Ruprecht erscheint seit dem späten 17. Jhd. im Gefolge des Christkinds und ein Jhd. später als Begleiter des hl. Nikolaus am Vorabend des 6. Dezember. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er dem Nikolaus gleichgesetzt und schließlich zu einem selbständigen Geschenkebringer. Der "evangelische" Nikolaus gleicht dem Weihnachtsmann und trägt neben dem Geschenkesack die Rute des Knecht Ruprecht.

Nikolaus:
Sankt Nikolaus ist der volkstümlichste Heilige der Weihnachtszeit. Er ist der Patron der Ministranten, der Kinder, der Jungfrauen usw., steht für eine glückliche Heirat, gegen Wassergefahren und Seenot, zur Wiedererlangung gestohlener Gegenstände und gegen Diebe.

Geboren wurde er um 270 in der Hafenstadt Paara in Lykien (Kleinasien). Aufgrund seiner Frömmigkeit und Mildtätigkeit wurde er zum Bischof von Myra gewählt. Während der Christenverfolgung geriet Nikolaus in Gefangenschaft und wurde im Kerker misshandelt. Unter Kaiser Konstantin wurde er wieder befreit. Der 6. Dezember soll sein Todestag sein. Bei Heiligen ist der Todestag der Geburtstag in Gottes neue Welt. Darum wird der 6. Dezember als Gedenktag begangen.

Weihnachten: = mhd. zu den heiligen Nächten
Das Fest der Geburt Christ, ein Hauptfest der Christlichen Kirche wird am 25. Dezember gefeiert. Es ist in Deutschland das volkstümlichste Fest. Es wurde zunächst am 6. Januar gefeiert. Erst im 4. Jahrhundert wurde trotz starker Widerstände in der Christlichen Kirche das Weihnachtsfest eingeführt. Bei der Entstehung wirkte der Gegensatz zu den heidn. Feiern des "unbesiegten Sonnengottes" (Sol invictus) und des Licht Gottes (Mithra) mit. Der Tag der Wintersonnenwende wurde auf das in Christus angebrochene Weltenlicht umgedeutet.
Es gibt viele Festbräuche: Weihnachtskrippen mit Darstellung der Geburtsgeschichte Jesu, das Singen von Weihnachtsliedern (die meist dem 18./19. Jhd. entstammen), der Besuch des Gottesdienstes am Heiligen Abend. Seit dem 16. Jhd. kam in Deutschland der mit Lichern verzierte Nadelbaum (Weihnachtsbaum) auf. Älter ist der Brauch des gegenseitigen Beschenkens zu Weihnachten und das Herstellen bestimmter Festspeisen (z. B. Christstollen).

Weihnachtsmann:
Der Weihnachtsmann ist die Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens und ist wohl aus der Gestalt des Knecht Ruprechts entstanden. Er ist ein weißbärtiger Mann mit einem pelzbesetzten roten Mantel, trägt eine Pelzmütze und einen Gabensack. Das Wort Weihnachtsmann ist erst seit dem 18. Jhd. bekannt. Vorher brachte das Christkind die Geschenke.

 

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