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Kurze Geschichte der Kirchengemeinde Kücknitz

Kücknitz war eine Liegenschaft des St. Johannis-Kloster in Lübeck und gehörte im
19. Jahrhundert kirchlich zu Ratekau/Ostholstein. Nach der Ansiedlung großer
Industriewerke zu Beginn des 20. Jahrhunderts - Werften und Metallhüttenwerk am
Trave-Ufer - wuchs neben dem ländlichen Kücknitz / Dummersdorf die Industriekolonie
Herrenwyk heran.

1908 wurde durch Beschluss des Lübecker Konsistoriums die 
Kirchengemeinde St. Johannes gegründet, 1910 die St. Johannes-Kirche geweiht.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs der Ort weiter, vor allem durch die Flüchtlingsströme, die
in den 50er und 60er Jahren aus den Lagern in die Siedlungen ziehen konnten.

Die stark gewachsene Kirchengemeinde wurde geteilt: So entstand 1950zunächst die Gemeinde
St. Michael (Rangenberg/Siems/Dänischburg) um die St. Michael-Kirche (1951). Im Ortsteil
Dänischburg entstand 1965 ein eigenes Gemeindezentrum St. Paulus, das auch als
Kirchraum dient.

1963 wurde in der Siedlung Roter Hahn die Dreifaltigkeits-Gemeinde als eigenständige
Gemeinde gegründet.

Zwar gab es im unseren großen Stradteil auch weiterhin Land- und Forstwirtschaft, doch die Werften und vor allem das Hochofenwerk haben Leben und Arbeiten im Stadtteil bis in die 80ger Jahre geprägt. In Kücknitz gibt es eine gut erhaltene Arbeitersiedlung, die vom Hochofenwerk für seine Arbeiter erbaut wurde. Außerdem wurden von den verschiedenen Industriewerken - Werft, Kraftwerk usw. - im ganzen Ort Siedlerstellen zur Verfügung gestellt, was auch heute noch das Bild von Kücknitz,vor allem im Bezirk St. Johannes - Herrenwyk und Dummersdorf - prägt.

Der Zusammenbruch der Metallhütte Anfang der 80ger Jahre stürzte den Stadtteil in eine Krise,
in der die evangelische Kirche die Menschen unterstützte: Sozialberatung, Unterstützung
und Seelsorge.

Heute ist Kücknitz ein mittelständisch geprägter Stadtteil mit überwiegend Einfamilienhäusern
und 2-3 geschossigen Blocks. Ca. 20.000 Menschen leben hier, darunter viele türkischer
Herkunft sowie Aus- und Übersiedlerfamilien aus der ehemaligen Sowjetunion.und seit einigen Jahren

1998 beschlossen die 3 Gemeinden, sich zur Kirchengemeinde Kücknitz
zusammen zu schließen.

Nun sollte wieder zusammenwachsen, was schon einmal zusammen gehört hatte. Es begann ein langwieriger Prozess, bei dem um eine neue gemeinsame Identität als moderne Großgemeinde gerungen wurde. Immer wieder galt es, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem Bewahren alter Traditionen und dem Versuch, Schritte aufeinander zuzugehen und etwas Neues zu gestalten.

Natürlich blieb auch Kücknitz von den kirchlichen Erosionserscheinungen der Gegenwartnicht verschont. Zurückgehende Kirchensteuereinnahmen und geringere Gemeindegliederzahlen (auch aufgrund einer veränderten Bevölkerungsstruktur - wo früher 4-5 Personen wohnten, wohnen heute 1-2 Personen) brachten es mit sich, dass die Gemeinde auch über den umfangreichen Gebäudebestand nachdenken musste. Der Kirchenkreisvorstand drängte die Gemeinde, den Gebäudebestand zu reduzieren und sich an wenigen Orten zu konzentrieren.

So fielen in den Jahren 2006 / 2007 die schmerzlichen und schwerwiegenden Beschlüsse, das Gemeindehaus in der Hüttenstraße, die St. Michael-Kirche mit den Gemeinderäumen und das Pastorat am Schlesienring 5 aufzugeben und zu verkaufen.

Die Kirchengemeinde erarbeitete nun eins der Lübecker Leuchtturm-Projekte: Nämlich ein neues zentrales Gemeindehaus mitten in Kücknitz mit Strahlkraft für ganzen Stadtteil.

Zu diesem Zweck wurde zum 1.1.2008 das Gebäude der Alten Post gekauft. Die Post soll in den nächsten Jahren umgebaut, nach ökologischen Standards umgestaltet und modernisiert werden, so dass hier Gruppen der Kirchengemeinde wie auch Initiativen aus dem Stadtteil einziehen können. Das geplante Cafe soll helfen, das Gemeindezentrum zu einem Treffpunkt in Kücknitz zu machen.

     Hier finden Sie Neuigkeiten
bezüglich des Umbaus der Alten Post

Der Kirchenkreis fördert diese Leuchtturm-Projekte mit einer erheblichen Summe. Der Erlös der Gebäudeverkäufe wird ebenfalls in dieses Projekt fließen; um weitere Stiftungsgelder bemüht sich die Gemeinde zur Zeit.

Nicht zuletzt mit diesem Zukunfts-Projekt vernetzt sich die Kirchengemeinde immer weiter mit den verschiedenen Einrichtungen und Initiativen im Stadtteil. Sie ist beteiligt an den Kücknitzer Initiativen MOZ (Miteinander ohne Zoff) und Kück-Netz und setzt sich gemeinsam mit den anderen ein für die Menschen in Kücknitz.

Ausführlicheres zur Geschichte der Gemeinde können Sie nachlesen in der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Kirchengemeinde Kücknitz.

 

 
 
 
 
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Ev.-luth. Kirchengemeinde Kücknitz - Mail an webmaster@kirche-kuecknitz.de