Dreifaltigkeitskirche

Dreifaltigkeitskirche

Last Updated: 29.05.2026|

Dreifaltigkeitskirche

Die Geschichte der Dreifaltigkeitskirche

Am Erntedankfest, 4. Oktober 2026, findet die Entwidmung der Dreifaltigkeitskirche statt. Sie sind zum Gottesdienst an diesem Tag herzlich eingeladen! Es wird ein Fest mit Wehmut, aber auch voller Dankbarkeit. Denn die Geschichte dieser Kirche ist reich und voller Erinnerungen. Diese Seite soll darin einen kleinen Einblick gewähren und wird bis zum Erntedankfest wachsen.

Sie möchten Ihre eigene Bilder und Geschichten von der Dreifaltigkeitskirche und aus dem Leben der Kirchengemeinde einbringen? Dann sprechen Sie die Pastoren an oder verwenden Sie das Online-Formular. Wir würden uns darüber freuen!

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Gründung und Anfänge

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl Lübecks rasant. Viele Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten waren hierher geflüchtet und lebten in Barackensiedlungen.

Bald kam die Zeit, den beengten Verhältnissen zu entkommen. In ganz Lübeck wurden Neubaugebiete ausgewiesen, um Wohnraum für die weiterhin wachsende Bevölkerung zu schaffen.

Im Roten Hahn wurden ab 1951 sukzessive neue Straßenzüge gebaut. Ihre Namen erinnern an die Städte und Regionen der ehemaligen Ostgebiete. Den vorläufigen Abschluss des Großprojektes bildete 1966 die Fertigstellung des 11-geschossigen Hochhauses.

Am 1. Oktober 1959 hatte „Flüchtlingspastor“ Heinrich Hollert seinen Dienst im Roten Hahn aufgenommen, der damals als 3. Bezirk der Kirchengemeinde St. Johannes angehörte.

Am 1. Januar 1965 trat das Kirchengesetz in Kraft, das die „Evangelisch-lutherische Dreifaltigkeitskirchengemeinde zu Lübeck-Kücknitz“ zu einer eigenständigen Gemeinde machte, der neben dem Roten Hahn auch Pöppendorf und Bültwitsch angehörten. Ihr Gemeindezentrum wird das Stadtbild im Roten Hahn prägen.

Von dem Kirchenensemble wurden zunächst die beiden Pastorate fertiggestellt, 1962. Eines davon wurde als Gemeindehaus und dann, bis 1974, als Kindergarten verwendet. Bereits 1966 konnte in der Tannebergstraße ein neuer Kindergarten eröffnet werden. Er war im ersten Bauabschnitt noch für 50 Kinder ausgelegt und sollte schnell Lübecks größter kirchlicher Kindergarten werden.

Für die Kirche wurde am 18. Juni 1963 der Grundstein gelegt und der Bau schritt voran. Es war ein Schauspiel, als im Sommer 1964 das Stahlgerüst des 45 m hohen Turmes in die Höhe gehoben wurde.

In den Glockenturm wurde das Geläut der 1960 geräumten St. Lukas-Kapelle aufgenommen. Das Geläut der Lagerkapelle bestand aus zwei 1952 in Remscher gegossenen Glocken (cis“ und e‘) und wurde passgenau um zwei weitere Glocken ergänzt.

Selbstverständlich war eine Kücknitzer Delegation aus dem Kirchenvorstand mit Pastor Hollert dabei, als am 22. Januar 1965 die neuen Glocken gegossen wurden.

Die erste Glocke wiegt 435 kg und hat den Schlagton a‘. Ihre Inschrift lautet: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.“

Die zweite Glocke mit 299 kg hat den Schlagton h‘ und trägt die Inschrift: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort.“

Beide Glocken sind zudem folgendermaßen beschriftet: „Ev. Luth. Kirche Dreifaltigkeit * Lübeck Kücknitz 1965.“

Am 28. Februar 1965 wurde die fertiggestellte Kirche eingeweiht. Es lag Schnee, als Bischof Meyer, der Kirchenvorstand und Pastor Hollert in sie einzogen. Mit sich trugen sie Abendmahlsgeräte, darunter zwei von der Frauenhilfe gestiftete Kelche, Kanzelbibel, sowie die Taufkanne, die aus St. Lukas stammte. Nachdem der Schlüssel an Pastor Hollert überreicht war und die Kirchenvorstandsmitglieder in ihr Amt eingeführt worden waren, konnte der Gottesdienst beginnen.

Der Architekt Otto Andresen (1924-1981) entwarf zahlreiche Kirchen der Nachkriegszeit in Hamburg und Schleswig Holstein. Die an den Namen Dreifaltigkeitskirche angelehnte Formensprache findet sich ganz ähnlich beispielsweise auch bei der Trinitatiskirche in HH-Hohenhorst.

Das detailreiche Modell machte die Gebäudegestalt bereits gut vorstellbar.

Die Bauausführung der Dreifaltigkeitskirche erfolgte mit Walter Groß.

Der Hamburger Bildhauer Fritz Fleer entwarf das Altarkruzifix, die Kerzenleuchter und das Taufbecken, auf dem die Noah-Geschichte dargestellt ist.

Der Bau der Kemper-Orgel verzögerte sich. Mit ihrer Fertigstellung im Frühjahr 1967 war die Innenausstattung komplettiert. Erstmalig stellte Kantor Pawlack die neue Orgel mit einem Konzert am 23. April 1967  der Öffentlichkeit vor.

Die Gemeindearbeit nahm an Fahrt auf. Kreise und Feste etablierten sich. Vor allem galt es, die kinderreichen Familien zu unterstützen und ihnen ein Angebot zu machen.

Bald geht es hier weiter…

So viele Geschichten: Bezirkshelfer*innen, Frauentreffen, Adventsbasare und Sommerfest, Kindergarten und Kleidermarkt, Jugendfreizeiten, …
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