St. Johannes

Lebendiges Wahrzeichen

St. Johannes

Lebendiges Wahrzeichen

St. Johannes

Lebendiges Wahrzeichen

Sie ragt hoch über dem Kirchplatz Kücknitz auf und ist weithin sichtbar. Für manche ist sie sogar das Wahrzeichen von Kücknitz: unsere St. Johannes-Kirche.

Sie ragt hoch über dem Kirchplatz Kücknitz auf und ist weithin sichtbar. Für manche ist sie sogar das Wahrzeichen von Kücknitz:
unsere St. Johannes-Kirch.

„St. Johannes wurde am 27.11.1910 geweiht, als der Stadtteil Kücknitz durch das Hochofenwerk in Herrenwyk zu wachsen begann.“

„Nach mehr als 100 Jahren erstrahlt sie nun in neuem Gewand.“

Neu-
gestaltung

Verschiedene Veränderungen des Kirchenraumes in den Jahren seit 1956 haben der gestalterischen Klarheit eher geschadet oder entsprechen nicht mehr heutigen Vorstellungen. Durch die denkmalgerechten Umbaumaßnahmen soll dem Raum seine klare und eindeutige Grundgestalt, aber auch eine in die Zukunft gerichtete Würdigkeit zurückgegeben werden. Dazu gehören: die Entfernung des Nadelfilzteppichbodens; eine am historischen Erscheinungsbild orientierte Farbgestaltung der Holzteile und Wände inklusive der Bänke; der Rückbau von baulichen Veränderungen für mehr natürliches Licht im Altarraum (Entfernung eines Raumes auf der Empore und Öffnung eines zugemauerten Fensters); die Entfernung einer backsteinsichtigen Mauer an der Ostwand und die Generalüberholung der Orgel.

Altar, Kanzel, Taufe und Lesepult werden aus Metall, einem Material, dem Kücknitz seine Entstehung verdankt, in schlichter Formgebung neu gefertigt. Es wird eine neue Beleuchtung und eine Fußbodenheizung geben. Gemalte Verzierungen auf den Holzständerwerken der Empore und an der Kirchendecke, die im Zuge der Bauuntersuchungen dokumentiert worden sind und Laien wie Fachleute gleichermaßen begeistern, sollen wieder sichtbar bemacht werden.

folgen …

Geschichte von
St. Johannes

Nach Gründung des Hochofenwerkes in Herrenwyk wurde recht bald mit den Planungen für 2 Kirchenneubauten in Kücknitz begonnen: die katholische Kirche St. Josef und die evangelische Kirche St. Johannes, letztere im Zusammenhang mit einem Schulkomplex in direkter Nachbarschaft zur Kirche sowie dem Pastorat. Den Auftrag dazu erhielt der damals noch junge Lübecker Baurat Carl Mühlenpfordt, der einen Entwurf im damals beliebten Heimatschutzstil vorlegte.

Am 26. November 1909 erfolgte die Grundsteinlegung. Nach nur einjähriger Bauzeit wurde die St.-Johannes-Kirche am 1. Advent, dem 27. November 1910, geweiht. Ein trutziger Turm dominiert den Blick vom Kirchplatz. Dahinter nahm sich das Kirchenschiff bis zu dessen Erweiterung in den Jahren 1955/56 eher bescheiden aus. Das St.-Annen-Museum überließ der Kirchengemeinde ein mittelalterliches Kruzifix für die Altarwand, welches sich wohl ursprünglich als Triumphkreuz in der St. Jakobikirche befand. Weitere Ausstattungsstücke wie die Kronleuchter, Altarbilder und Abendmahlsgeschirr sind Geschenke führender Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik aus Kücknitz.

 

Der ursprüngliche Grundriss war ein Rechteck von 13,20 m x 19,20 m, wovon 10 m x 6,50 m auf den Turm entfallen. Auf der Nordseite (zur Dummersdorfer Straße gerichtet) befindet sich eine Seitenempore, wodurch eine Art Seitenschiff entsteht. Außerdem befindet sich dort in einem kleinen Anbau der Seiteneingang, während der Haupteingang, erreichbar über eine große Freitreppe vom Kirchplatz aus, durch ein Rundbogenportal in der Turmfassade gebildet wird.

In den Jahren 1955/56 wurde die St.-Johannes-Kirche nach Osten hin, bis an das kurz zuvor errichtete Gemeindehaus, um 7 m erweitert. Dabei entstanden auf der Südseite zu den bis dahin 2 hohen Rundbogenfenstern drei weitere, zusätzlich an der Altarwand direkt unterhalb der flachen Holzbalkendecke ein auf der Spitze stehendes Dreieckfenster, welches jedoch schon bald wieder geschlossen wurde und nun nur noch von außen erkennbar ist. Im Nordwesten wurde unter der verlängerten Empore eine Sakristei eingerichtet.

Bei der Umgestaltung des Kirchenraumes 1971 wurde der Altarwand eine fast die gesamte Fläche füllende rote Ziegelwand vorgesetzt, deren rechte und linke Begrenzung leicht angewinkelt sind. Seit dieser Zeit befindet sich ein etwas jüngeres Kruzifix (um 1500) in der Kirche. Es wurden neue Prinzipalstücke (Altar, Kanzel, Lesepult) angeschafft bzw. gestiftet, neue kugelförmige Beleuchtungskörper eingebaut und der Fußboden mit einem Nadelfilzbelag versehen. Die Seitenempore wurde von Osten her eingekürzt und dadurch Raum geschaffen für eine vergrößerte Sakristei (unten) und einen Noten- und Abstellraum (darüber).

Bis 1977 stand eine zweimanualige Orgel der Lübecker Firma Kemper auf der Empore und erfüllte zunehmend schlechter die kirchenmusikalischen Anforderungen. Am 2. Advent 1977 wurde das neue Instrument eingeweiht, eine ebenfalls zweimanualige Orgel mit 22 Registern der Firma Detlef Kleuker aus Brackwede.

Zur heutigen Ausstattung der Kirche gehört das silberne Taufbecken auf einem dreibeinigen Stahlfuß, welches die Metallhütte 1960 bei der Lübecker Firma Oehlschlaeger in Auftrag gab, sowie seit 1984 die Eisenskulptur eines Schmelzers, etwas spitz „Der heilige Eisenius“ getauft. Außerdem gibt es an der Südwand unterhalb der Fenster einen Bilderzyklus zum Johannes-Evangelium, den 1988 Uwe Beckmann schuf.

 

Das Geläut besteht heute aus 3 Glocken, nachdem seit Dezember 2006 die in Karlsruhe gegossene neue große Glocke neben der aus der Erbauungszeit erhaltenen Glocke „Dominica“ und der im Jahre 1950 nachgegossenen Glocke „Evangelica“ im Turm hängt.
eit 2004 steht die St.-Johannes-Kirche, einschließlich der Treppe zum Kirchplatz und des östlich sich anschließenden Gemeindehauses (Seniorenbegegnungsstätte), unter Denkmalschutz.

Ostern 2025 wurde die St.-Johannes-Kirche nach einer grundlegenden Neugestaltung wiedereingeweiht.

„St. Johannes wurde am 27.11.1910 geweiht, als der Stadtteil Kücknitz durch das Hochofenwerk in Herrenwyk zu wachsen begann.“

„Nach mehr als 100 Jahren erstrahlt sie nun in neuem Gewand.“

Neu-
gestaltung

Verschiedene Veränderungen des Kirchenraumes in den Jahren seit 1956 haben der gestalterischen Klarheit eher geschadet oder entsprechen nicht mehr heutigen Vorstellungen. Durch die denkmalgerechten Umbaumaßnahmen soll dem Raum seine klare und eindeutige Grundgestalt, aber auch eine in die Zukunft gerichtete Würdigkeit zurückgegeben werden. Dazu gehören: die Entfernung des Nadelfilzteppichbodens; eine am historischen Erscheinungsbild orientierte Farbgestaltung der Holzteile und Wände inklusive der Bänke; der Rückbau von baulichen Veränderungen für mehr natürliches Licht im Altarraum (Entfernung eines Raumes auf der Empore und Öffnung eines zugemauerten Fensters); die Entfernung einer backsteinsichtigen Mauer an der Ostwand und die Generalüberholung der Orgel.

Altar, Kanzel, Taufe und Lesepult werden aus Metall, einem Material, dem Kücknitz seine Entstehung verdankt, in schlichter Formgebung neu gefertigt. Es wird eine neue Beleuchtung und eine Fußbodenheizung geben. Gemalte Verzierungen auf den Holzständerwerken der Empore und an der Kirchendecke, die im Zuge der Bauuntersuchungen dokumentiert worden sind und Laien wie Fachleute gleichermaßen begeistern, sollen wieder sichtbar bemacht werden.

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Geschichte von
St. Johannes

Nach Gründung des Hochofenwerkes in Herrenwyk wurde recht bald mit den Planungen für 2 Kirchenneubauten in Kücknitz begonnen: die katholische Kirche St. Josef und die evangelische Kirche St. Johannes, letztere im Zusammenhang mit einem Schulkomplex in direkter Nachbarschaft zur Kirche sowie dem Pastorat. Den Auftrag dazu erhielt der damals noch junge Lübecker Baurat Carl Mühlenpfordt, der einen Entwurf im damals beliebten Heimatschutzstil vorlegte.

Am 26. November 1909 erfolgte die Grundsteinlegung. Nach nur einjähriger Bauzeit wurde die St.-Johannes-Kirche am 1. Advent, dem 27. November 1910, geweiht. Ein trutziger Turm dominiert den Blick vom Kirchplatz. Dahinter nahm sich das Kirchenschiff bis zu dessen Erweiterung in den Jahren 1955/56 eher bescheiden aus. Das St.-Annen-Museum überließ der Kirchengemeinde ein mittelalterliches Kruzifix für die Altarwand, welches sich wohl ursprünglich als Triumphkreuz in der St. Jakobikirche befand. Weitere Ausstattungsstücke wie die Kronleuchter, Altarbilder und Abendmahlsgeschirr sind Geschenke führender Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik aus Kücknitz.

 

Der ursprüngliche Grundriss war ein Rechteck von 13,20 m x 19,20 m, wovon 10 m x 6,50 m auf den Turm entfallen. Auf der Nordseite (zur Dummersdorfer Straße gerichtet) befindet sich eine Seitenempore, wodurch eine Art Seitenschiff entsteht. Außerdem befindet sich dort in einem kleinen Anbau der Seiteneingang, während der Haupteingang, erreichbar über eine große Freitreppe vom Kirchplatz aus, durch ein Rundbogenportal in der Turmfassade gebildet wird.

In den Jahren 1955/56 wurde die St.-Johannes-Kirche nach Osten hin, bis an das kurz zuvor errichtete Gemeindehaus, um 7 m erweitert. Dabei entstanden auf der Südseite zu den bis dahin 2 hohen Rundbogenfenstern drei weitere, zusätzlich an der Altarwand direkt unterhalb der flachen Holzbalkendecke ein auf der Spitze stehendes Dreieckfenster, welches jedoch schon bald wieder geschlossen wurde und nun nur noch von außen erkennbar ist. Im Nordwesten wurde unter der verlängerten Empore eine Sakristei eingerichtet.

Bei der Umgestaltung des Kirchenraumes 1971 wurde der Altarwand eine fast die gesamte Fläche füllende rote Ziegelwand vorgesetzt, deren rechte und linke Begrenzung leicht angewinkelt sind. Seit dieser Zeit befindet sich ein etwas jüngeres Kruzifix (um 1500) in der Kirche. Es wurden neue Prinzipalstücke (Altar, Kanzel, Lesepult) angeschafft bzw. gestiftet, neue kugelförmige Beleuchtungskörper eingebaut und der Fußboden mit einem Nadelfilzbelag versehen. Die Seitenempore wurde von Osten her eingekürzt und dadurch Raum geschaffen für eine vergrößerte Sakristei (unten) und einen Noten- und Abstellraum (darüber).

Bis 1977 stand eine zweimanualige Orgel der Lübecker Firma Kemper auf der Empore und erfüllte zunehmend schlechter die kirchenmusikalischen Anforderungen. Am 2. Advent 1977 wurde das neue Instrument eingeweiht, eine ebenfalls zweimanualige Orgel mit 22 Registern der Firma Detlef Kleuker aus Brackwede.

Zur heutigen Ausstattung der Kirche gehört das silberne Taufbecken auf einem dreibeinigen Stahlfuß, welches die Metallhütte 1960 bei der Lübecker Firma Oehlschlaeger in Auftrag gab, sowie seit 1984 die Eisenskulptur eines Schmelzers, etwas spitz „Der heilige Eisenius“ getauft. Außerdem gibt es an der Südwand unterhalb der Fenster einen Bilderzyklus zum Johannes-Evangelium, den 1988 Uwe Beckmann schuf.

 

Das Geläut besteht heute aus 3 Glocken, nachdem seit Dezember 2006 die in Karlsruhe gegossene neue große Glocke neben der aus der Erbauungszeit erhaltenen Glocke „Dominica“ und der im Jahre 1950 nachgegossenen Glocke „Evangelica“ im Turm hängt.
eit 2004 steht die St.-Johannes-Kirche, einschließlich der Treppe zum Kirchplatz und des östlich sich anschließenden Gemeindehauses (Seniorenbegegnungsstätte), unter Denkmalschutz.

Ostern 2025 wurde die St.-Johannes-Kirche nach einer grundlegenden Neugestaltung wiedereingeweiht.

Vorher – Nachher

Anschrift

St.-Johannes-Kirche
Kücknitzer Kirchplatz

23569 Lübeck

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Kücknitzer Kirchplatz

23569 Lübeck